🌿 Für Nonprofits & NGOs

KI für Nonprofits

Ihr praxisnaher Selbstlernkurs zu Künstlicher Intelligenz und EU AI Act im Nonprofit-Bereich.

7
Kapitel
~60'
Lernzeit
5/7
Bestehen
100%
Praxisnah
Was Sie in diesem Kurs lernen
🤖
KI verstehen
Was KI kann, was nicht – und wie sie im Nonprofit-Alltag helfen kann
⚖️
Rechtssicher agieren
EU AI Act, Datenschutz und DSGVO-konforme Nutzung
🌿
Praxis für Nonprofits
Konkrete Anwendungsfälle aus Nonprofit-Organisationen, NGOs und Verbänden
🎓
Zertifikat erhalten
Nachweis Ihrer KI-Grundschulung als PDF-Zertifikat

Ihre Angaben für das Zertifikat

Bitte geben Sie Ihre Daten ein. Das Zertifikat wird am Ende des Wissenstests auf Ihren Namen ausgestellt.

Kapitel 1 / 7
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1

Was ist Künstliche Intelligenz?

⏱ ca. 8 Minuten · Grundlagen verstehen

🤖 Die einfache Erklärung

Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet Computersysteme, die Aufgaben ausführen können, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern – wie Sprache verstehen, Texte schreiben, Bilder erkennen oder Entscheidungen treffen.

KI „lernt" aus riesigen Datenmengen. Das Ergebnis ist ein Modell, das Muster erkennt und auf neue Situationen anwenden kann – ohne dass jede Regel von Hand programmiert wurde.

💡
Alltägliche KI-Beispiele Spam-Filter in Ihrem E-Mail-Postfach · Navigationssysteme die Staus vorhersagen · Übersetzer wie DeepL · Autocomplete auf dem Smartphone · Chatbots im Kundenservice

🧠 Was KI kann – und was nicht

Was KI gut kann
Texte verfassen und zusammenfassen · Übersetzen · Bilder beschreiben · Code vorschlagen · Muster erkennen in großen Datensätzen
⚠️
Was KI NICHT kann
Immer die Wahrheit sagen (Halluzinationen!) · Emotionen wirklich verstehen · Ethische Entscheidungen eigenständig treffen · Kontext von Beziehungen kennen
🚨
Wichtig: KI kann halluzinieren! KI-Systeme erfinden überzeugend klingende, aber faktisch falsche Informationen. Sie verstehen nicht wirklich – sie berechnen statistische Wahrscheinlichkeiten. Deshalb gilt: Immer kritisch prüfen.

🌿 KI in der Nonprofit-Welt

Nonprofit-Organisationen stehen vor besonderen Herausforderungen: begrenzte Ressourcen, hohe Anforderungen an Transparenz und Vertrauenswürdigkeit, und eine starke Werteorientierung. Genau hier kann KI sinnvoll unterstützen – wenn sie richtig eingesetzt wird.

✍️
Kommunikation
Newsletter, Förderanträge, Social Media
📊
Verwaltung
Protokolle, Berichte, Auswertungen
🤝
Arbeit mit Klient:innen
Ressourcensuche, Übersetzungen, Beratungsunterstützung
AKTIVITÄT Reflexion: KI in Ihrer Organisation

Überlegen Sie kurz und notieren Sie Ihre Gedanken:

Frage 1: Welche wiederkehrenden Aufgaben in Ihrer Organisation sind zeitaufwändig und könnten von KI unterstützt werden?
Frage 2: Welche Aufgaben sollten in Ihrer Organisation niemals von KI übernommen werden – und warum?

✓ DAS NEHMEN SIE MIT

  • KI sind Systeme, die menschliche Denkaufgaben simulieren – sie denken nicht wirklich
  • KI lernt aus Daten und kann Muster erkennen, aber auch Fehler machen
  • KI-Halluzinationen: Ausgaben immer kritisch prüfen
  • Für Nonprofits bietet KI Chancen bei Kommunikation, Verwaltung und Ressourcensuche
🎉

Kapitel 1 abgeschlossen!

Weiter zu Kapitel 2: EU AI Act – die rechtlichen Grundlagen

Kapitel 2 / 7
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Der EU AI Act

⏱ ca. 10 Minuten · Rechtliche Grundlagen

🇪🇺 Was ist der EU AI Act?

Der EU AI Act ist das weltweit erste umfassende KI-Gesetz. Er gilt seit August 2024 und ist schrittweise in Kraft getreten. Wichtige Pflichten gelten seit 2. Februar 2025.

Das zentrale Ziel: KI in Europa soll sicher, transparent und grundrechtskonform eingesetzt werden – ohne Innovation zu bremsen.

⚖️
Der risikobasierte Ansatz – das Kernprinzip Je höher das Risiko eines KI-Systems, desto strenger die Regeln. Ein Spam-Filter unterliegt kaum Anforderungen. Ein KI-System, das Sozialhilfeansprüche berechnet, muss sehr hohe Standards erfüllen.

📊 Die vier Risikostufen

🚫
Verboten – Inakzeptables Risiko
Social Scoring · Manipulation von Personen · Echtzeit-Biometrie in der Öffentlichkeit · Ausnutzung von Schwächen
⚠️
Hochrisiko – Streng reguliert
KI in Bewerbungsverfahren · Kreditentscheidungen · Bildung & Justiz · Medizinische Diagnose
ℹ️
Begrenztes Risiko – Transparenzpflicht
Chatbots & KI-Assistenten · KI-generierte Texte/Bilder · Emotionserkennung · Deepfakes
Minimales Risiko – Kaum reguliert
Spam-Filter · KI in Videospielen · Empfehlungsalgorithmen · KI-Suchfunktionen

📋 Artikel 4: AI Literacy – Was bedeutet das für Sie?

🎓
Pflicht zu KI-Grundkenntnissen seit 2. Februar 2025 Unternehmen und Organisationen müssen sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden, die KI nutzen oder beaufsichtigen, über ausreichende KI-Grundkenntnisse verfügen. Dieser Kurs und der Wissenstest sind dafür gedacht – als Nachweis gemäß Art. 4 EU AI Act.

🌿 Was bedeutet das für Nonprofit-Organisationen?

Auch Nonprofit-Organisationen sind vom EU AI Act betroffen, wenn sie KI-Systeme einsetzen. Besonders relevant:

  • Klientendaten: KI-Systeme, die personenbezogene Daten schutzbedürftiger Personen verarbeiten, können als Hochrisiko eingestuft werden
  • Entscheidungsunterstützung: KI, die bei Hilfeleistungsentscheidungen unterstützt, unterliegt strengeren Anforderungen
  • Transparenz: Klienten müssen informiert werden, wenn KI im Einsatz ist
AKTIVITÄT Risikoeinstufung in der Praxis

Ordnen Sie diese KI-Anwendungen einer Risikostufe zu und notieren Sie Ihre Überlegungen:

Szenario A: Ihre Organisation nutzt ChatGPT, um Förderanträge zu formulieren. Welcher Risikostufe würden Sie das zuordnen?
Szenario B: Ein Sozialamt nutzt KI, um automatisch Beihilfeansprüche zu berechnen. Welche Risikostufe? Warum?

✓ DAS NEHMEN SIE MIT

  • EU AI Act: weltweit erstes umfassendes KI-Gesetz, gilt seit August 2024
  • 4 Risikostufen: verboten → Hochrisiko → begrenzt → minimal
  • Artikel 4: Alle Mitarbeitenden brauchen KI-Grundkenntnisse (AI Literacy)
  • Auch Nonprofits sind betroffen, besonders beim Umgang mit Klientendaten
🎉

Kapitel 2 abgeschlossen!

Weiter zu Kapitel 3: KI im Nonprofit-Alltag

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KI im Nonprofit-Alltag

⏱ ca. 10 Minuten · Chancen & konkrete Anwendungsfälle

🌿 Besondere Situation von Nonprofits

Nonprofit-Organisationen arbeiten oft mit begrenzten Budgets, kleinen Teams und hohem Werteanspruch. KI kann helfen, Kapazitäten freizusetzen – damit Menschen sich auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: die Arbeit mit und für Menschen.

Der entscheidende Unterschied Nonprofits sollten KI nicht einsetzen, um Kosten zu senken und Personal abzubauen – sondern um Verwaltungsaufwand zu reduzieren und mehr Zeit für direkte Arbeit mit Menschen zu gewinnen.

💼 Konkrete Anwendungsfälle

📝 Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit

  • Newsletter-Texte: Entwürfe erstellen, die dann redaktionell überarbeitet werden
  • Social-Media-Posts: Ideen generieren und Varianten vorschlagen
  • Pressetexte: Erste Entwürfe für Pressemitteilungen
  • Mehrsprachige Kommunikation: Übersetzungen mit DeepL für Menschen mit Migrationshintergrund

📋 Verwaltung & Dokumentation

  • Förderanträge: Struktur vorschlagen, Textbausteine entwickeln
  • Protokolle: Besprechungsnotizen strukturieren und zusammenfassen
  • Jahresberichte: Daten und Texte strukturiert aufbereiten
  • Stellenausschreibungen: Formulierungen testen und verbessern

🤝 Direkte Arbeit mit Klient:innen

  • Informationssuche: Rasch Überblick über Beratungsthemen gewinnen
  • Übersetzungen: Schnelle Kommunikationshilfe bei Sprachbarrieren
  • Wissensmanagement: Interne Wissensdatenbanken aufbauen
🚫
Was KI im Nonprofit-Bereich NICHT tun sollte
  • Fallentscheidungen über Hilfeleistungen treffen
  • Personenbezogene Klientendaten verarbeiten (ohne klare Rechtsgrundlage)
  • Psychosoziale Beratung ersetzen
  • Empfehlungen ohne menschliche Überprüfung an Klient:innen weitergeben

🏆 Erfolgsbeispiele aus der Praxis

🏥
Rotes Kreuz Niederösterreich
Nutzt KI für Übersetzungen in der Flüchtlingsberatung – spart 30% der Bearbeitungszeit
👨‍👩‍👧
Volkshilfe Wien
KI-gestütztes FAQ für Klientenanfragen – Mitarbeiter:innen mehr Zeit für komplexe Fälle
KREATIV-ÜBUNG KI-Anwendungsfall für Ihre Organisation entwickeln

Denken Sie an eine konkrete Aufgabe in Ihrer täglichen Arbeit:

Schritt 1: Welche Aufgabe kostet Sie regelmäßig viel Zeit und ist repetitiv?
Schritt 2: Wie könnte KI dabei helfen? Was würden Sie delegieren, was würden Sie selbst beibehalten?
Schritt 3: Welche Risiken sehen Sie dabei – und wie könnten diese minimiert werden?

✓ DAS NEHMEN SIE MIT

  • KI kann Nonprofits bei Kommunikation, Verwaltung und Informationssuche unterstützen
  • Ziel: Mehr Zeit für direkte Arbeit mit Menschen – nicht Kostensenkung durch Personalabbau
  • KI sollte keine Fallentscheidungen treffen und keine Klientendaten eigenständig verarbeiten
  • Erfolgreiche Implementierung: schrittweise, mit klarem Nutzen und Einbindung des Teams
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Kapitel 3 abgeschlossen!

Weiter zu Kapitel 4: Datenschutz & DSGVO

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Datenschutz & DSGVO

⏱ ca. 8 Minuten · Sicher mit KI arbeiten

🔒 Warum Datenschutz bei KI so wichtig ist

Das größte Risiko beim Einsatz von KI-Tools ist die unbeabsichtigte Weitergabe vertraulicher Daten. Was Sie in ein KI-Tool eingeben, kann vom Anbieter gespeichert und für das Training zukünftiger Modelle genutzt werden.

Für Nonprofit-Organisationen ist das besonders kritisch: Sie arbeiten häufig mit besonders schützenswerten Personendaten (Gesundheit, soziale Situation, Flucht- und Migrationserfahrungen).

🚫
Niemals eingeben
Namen + Diagnosen · Kontodaten · Asylstatus · Familiensituationen · Protokolle mit Klarnamen
⚠️
Mit Vorsicht
Organisationsinterne Zahlen · Vertragsdaten · Interne Strategien · Mitarbeiterdaten
Unbedenklich
Allgemeine Fragen · Öffentliche Infos · Anonymisierte Beispiele · Textentwürfe ohne Personenbezug

📋 DSGVO-Grundsätze für KI-Nutzung

📌
Die wichtigsten DSGVO-Prinzipien
  • Zweckbindung: Daten nur für den angegebenen Zweck verwenden
  • Datenminimierung: Nur die nötigsten Daten verarbeiten
  • Transparenz: Betroffene müssen wissen, wenn KI ihre Daten verarbeitet
  • Rechenschaftspflicht: Organisation muss nachweisen können, dass sie DSGVO einhält

🇪🇺 Europäische Anbieter bevorzugen

Für sensible Inhalte empfehlen sich europäische KI-Anbieter mit klaren DSGVO-Vereinbarungen:

🇫🇷
Le Chat (Mistral AI)
Französisches Unternehmen, EU-Server, DSGVO-konform. Empfohlen für sensible Inhalte. Kostenlos nutzbar.
🇩🇪
DeepL / DeepL Write
Deutsches Unternehmen aus Köln. Marktführer für KI-Übersetzungen. Sehr DSGVO-konform.

📝 Interne Richtlinien entwickeln

Jede Nonprofit-Organisation sollte eine interne KI-Nutzungsrichtlinie entwickeln. Diese sollte regeln:

  • Welche KI-Tools sind für welche Zwecke freigegeben?
  • Was darf eingegeben werden, was nicht?
  • Wer ist verantwortlich für die Überprüfung von KI-Ausgaben?
  • Wie wird KI-generierter Inhalt gekennzeichnet?
PRAXIS-CHECK Datenschutz-Szenarien bewerten

Darf das? Bewerten Sie diese Szenarien und begründen Sie:

Szenario A: Sie kopieren einen anonymisierten Beratungsfall (keine Namen, keine Adressen) in ChatGPT, um Lösungsansätze zu recherchieren.
Szenario B: Sie geben den vollständigen Namen, die Adresse und die Diagnose eines Klienten in ein KI-Tool ein, um einen Brief zu formulieren.

✓ DAS NEHMEN SIE MIT

  • Niemals Klientendaten (Namen, Diagnosen, Adressen) in KI-Tools eingeben
  • DSGVO gilt auch für KI: Zweckbindung, Datenminimierung, Transparenz
  • Europäische Anbieter (Mistral, DeepL) bevorzugen für sensible Inhalte
  • Interne KI-Richtlinie entwickeln: Was ist erlaubt, was nicht?
🎉

Kapitel 4 abgeschlossen!

Weiter zu Kapitel 5: KI-Tools im Überblick

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KI-Tools auswählen & nutzen

⏱ ca. 8 Minuten · Tools & Praxistipps

🛠 Welche Tools gibt es?

Der Markt für KI-Assistenten wächst rasant. Für Nonprofits sind besonders datenschutzfreundliche und kosteneffiziente Lösungen interessant.

🇫🇷
Le Chat (Mistral AI) ⭐ Empfohlen
Europäisch · DSGVO-konform · Kostenlos · Sehr leistungsfähig. Beste Wahl für sensible Inhalte.
💬
ChatGPT (OpenAI)
USA · Sehr bekannt und leistungsstark · Kostenlose Basisversion · Datenschutz prüfen
🌐
DeepL / DeepL Write ⭐
Deutschland · Marktführer Übersetzung · DSGVO-konform · Ideal für Mehrsprachigkeit
🤖
Microsoft Copilot
In Microsoft 365 integriert · Gut bei bestehender M365-Lizenz · Datenschutz je nach Vertrag

💡 Prompting: Wie Sie gute Ergebnisse erhalten

Prompting ist die Kunst, KI-Systemen gute Anweisungen zu geben. Mit besseren Prompts erhalten Sie bessere Ergebnisse.

Die 4 Elemente eines guten Prompts
  1. Rolle: "Du bist ein erfahrener Fundraising-Texter..."
  2. Aufgabe: "...und sollst einen Förderantrag formulieren..."
  3. Kontext: "...für ein Projekt zur Wohnungslosenhilfe mit einem Budget von 50.000 €..."
  4. Format: "...in maximal 500 Wörtern, klar gegliedert mit Überschriften."

📌 Praxistipps für den Einstieg

🔄
Iterativ arbeiten
Ergebnisse verfeinern mit "Mache das kürzer / formeller / mit Beispielen"
🔍
Immer prüfen
KI-Ausgaben vor der Verwendung immer auf Richtigkeit und Qualität prüfen
📚
Vorlagen entwickeln
Gute Prompts als Team-Vorlagen speichern und weiterentwickeln
HANDS-ON Ihren ersten Prompt schreiben

Schreiben Sie einen Prompt für eine echte Aufgabe aus Ihrer Arbeit, der alle 4 Elemente enthält:

Ihr Prompt: Formulieren Sie einen vollständigen Prompt mit Rolle, Aufgabe, Kontext und Format.
Reflexion: Welche KI-Funktion möchten Sie als erstes in Ihrer täglichen Arbeit ausprobieren?

✓ DAS NEHMEN SIE MIT

  • Le Chat (Mistral) und DeepL sind die datenschutzfreundlichsten Optionen für Nonprofits
  • Gutes Prompting: Rolle + Aufgabe + Kontext + Format
  • Ergebnisse iterativ verfeinern – selten ist der erste Versuch perfekt
  • Team-Prompts sammeln und teilen – KI-Wissen als Gemeinschaftsgut
🎉

Kapitel 5 abgeschlossen!

Weiter zu Kapitel 6: Ethik & Transparenz

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Ethik & Transparenz

⏱ ca. 8 Minuten · Verantwortungsvoller KI-Einsatz

⚖️ Warum Ethik bei KI so wichtig ist

Für Nonprofit-Organisationen ist ethisches Handeln kein nice-to-have – es ist der Kern ihrer Identität. KI-Systeme können Vorurteile verstärken, Diskriminierung reproduzieren und Vertrauen erschüttern, wenn sie unachtsam eingesetzt werden.

⚠️
KI-Risiken, die Nonprofits besonders betreffen
  • Bias (Vorurteile): KI-Systeme können strukturelle Diskriminierung reproduzieren, die in den Trainingsdaten steckt
  • Vertrauensverlust: Klient:innen können das Vertrauen verlieren, wenn KI intransparent eingesetzt wird
  • Dehumanisierung: Über-Automatisierung kann das Menschliche im Mittelpunkt der Nonprofit-Arbeit verdrängen

🏷️ Transparenzpflichten nach EU AI Act

Transparenz bedeutet: Menschen müssen erkennen können, wenn KI im Einsatz ist.

💬
Chatbots & KI-Assistenten
Nutzer:innen müssen wissen, dass sie mit einer KI sprechen. Keine versteckten KI-Chatbots.
📝
KI-generierte Texte, Bilder und Videos
Vollständig KI-erstellte Texte, Bilder, Videos kennzeichnen mit „Mit KI erstellt" oder „KI-generiert". Bei Deepfakes gelten besonders strenge Regeln.
✍️
KI-unterstützte Texte
Wenn Sie den Text wesentlich überarbeitet haben: Keine Kennzeichnungspflicht. KI war nur Werkzeug.

🌿 Ethische Leitfragen für Nonprofits

Bevor Sie KI für eine neue Anwendung einsetzen, fragen Sie sich:

  1. Würde dieser KI-Einsatz unsere Werte und unsere Mission stärken?
  2. Würden sich unsere Klient:innen dabei wohlfühlen?
  3. Ist der Einsatz für alle Beteiligten transparent?
  4. Bleibt der Mensch die letzte Entscheidungsinstanz?
  5. Könnte dieser Einsatz bestimmte Gruppen benachteiligen?
WERTE-REFLEXION KI und die Werte Ihrer Organisation
Reflexion: Welche Werte Ihrer Organisation könnten durch den KI-Einsatz unter Druck geraten? Wie können Sie diese schützen?
Praxis: Erstellen Sie eine kurze Checkliste (3-5 Punkte) für ethisch verantwortungsvolles KI-Handeln in Ihrer Organisation.

✓ DAS NEHMEN SIE MIT

  • KI kann Vorurteile verstärken – kritisch prüfen, ob Ergebnisse fair und diskriminierungsfrei sind
  • Transparenzpflicht: KI-generierte Inhalte kennzeichnen ("Mit KI erstellt")
  • Chatbots müssen als KI erkennbar sein
  • 5 Ethik-Fragen vor jedem neuen KI-Einsatz stellen
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Kapitel 6 abgeschlossen!

Letztes Kapitel: KI-Strategie – Schritt für Schritt einführen

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KI-Strategie für Nonprofits

⏱ ca. 8 Minuten · Schritt für Schritt einführen

🗺️ Der Weg zur KI-Einführung

Eine erfolgreiche KI-Einführung in Nonprofit-Organisationen ist kein technisches Projekt – es ist ein Veränderungsprozess, der Menschen mitnimmt und klare Ziele verfolgt.

🚀
Die 5 Phasen der KI-Einführung
1
Bestandsaufnahme

Welche Aufgaben könnten von KI unterstützt werden? Welche Risiken gibt es? Welche Tools sind bereits im Einsatz?

2
Team einbinden

Mitarbeiter:innen von Anfang an einbinden. Ängste ernst nehmen. Schulungen anbieten. KI als Werkzeug – nicht als Ersatz – kommunizieren.

3
Pilotprojekt starten

Klein beginnen. Einen konkreten, messbaren Anwendungsfall auswählen. Erfahrungen sammeln und dokumentieren.

4
Richtlinien entwickeln

KI-Nutzungsrichtlinie erstellen. Klare Grenzen definieren. Zuständigkeiten festlegen. Datenschutz sicherstellen.

5
Skalieren & lernen

Erfolgreiche Ansätze ausweiten. Regelmäßige Reviews. KI-Landschaft beobachten. Wissen im Team teilen.

📊 Ressourcen & Kosten für Nonprofits

🆓
Kostenlose Tools
Le Chat (Mistral) · DeepL (Basis) · ChatGPT (Basis) · Claude (Basis) – für den Start völlig ausreichend
💶
Kostenpflichtige Erweiterungen
Meist 15–25 €/Monat/Person für Pro-Versionen mit mehr Kapazität und besseren Datenschutz-Optionen
🏆
Empfehlung für den sofortigen Start Starten Sie noch heute mit Le Chat (chat.mistral.ai) oder DeepL. Kein Konto nötig für Grundfunktionen. Probieren Sie einen einfachen Anwendungsfall aus Ihrer täglichen Arbeit aus.
AKTIONSPLAN Ihr persönlicher KI-Aktionsplan
Mein nächster Schritt: Was werden Sie in den nächsten 7 Tagen konkret ausprobieren?
Mein 3-Monats-Ziel: Welchen KI-Anwendungsfall möchten Sie in 3 Monaten etabliert haben?
Mein Beitrag: Wie können Sie KI-Wissen in Ihrem Team teilen?

✓ DAS NEHMEN SIE MIT

  • KI-Einführung in 5 Phasen: Bestandsaufnahme → Team einbinden → Pilot → Richtlinien → Skalieren
  • Klein beginnen: Einen Anwendungsfall, ein Tool, ein Team
  • Freie Tools (Le Chat, DeepL) sind für den Start mehr als ausreichend
  • KI-Wissen im Team teilen: Jede/r kann Multiplikator:in sein
🎓

Bereit für den Wissenstest?

Sie haben alle 7 Kapitel abgeschlossen! Testen Sie Ihr Wissen – bei 5 von 7 richtigen Antworten erhalten Sie Ihr persönliches Zertifikat gemäß Art. 4 EU AI Act.

KI-Wissenstest

7 Fragen · Bestehensgrenze: 5 / 7 richtige Antworten

Testregeln
  • 7 Fragen aus allen Kursbereichen
  • Nur eine Antwort pro Frage ist richtig
  • Sofortiges Feedback nach jeder Antwort
  • Bei 5 von 7 richtigen Antworten: Zertifikat als PDF
Zertifikat wird ausgestellt auf:
von 7 Fragen richtig
🔐

Administration

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